Archive for April 2009
Accidental maps
Anstatt mit Hilfe von Geo-Daten Bilder auf einer Karte einfach nur anzuzeigen, hat David Crandall von der Cornell University daraus Karten gebaut. Das sieht dann z.B. so aus:
Benutzt wurden dafür über 30 Millionen Bilder von flickr.
Nebenbei sind noch ein paar Infos rausgekommen über die – zumindest im flickr-Universum – meistfotografierten Plätze der Welt. Mehr darüber in seinem Paper (PDF). Und überlegt euch kurz, was Ihr da an Nummer eins erwartet.
[via NewScientist]
Links 2009-04-26
- Windows 7 RC1 Wallpaper
Microsoft added 30 new Windows 7 Wallpapers to the release client. You can download them here.
Just so… Microsofty
[Usability Frustration Test #4: Should plugging the power in require ½ hour, four people and a call to the help desk?]
Erfahrungen beim Auspacken eines Microsoft Surface.
[via John Gruber]
Links 2009-04-22
- Aerial Virtual tour of New York
Irre Panoramen von NYC. Via kwerfeldein.de
Vor gerade mal 40 Jahren
Der Schweizer Tagesanzeiger berichtet über aus heutiger Sicht geradezu unglaubliche Ereignisse:
Ursula Biondi wurde 1966 nicht eingesperrt, weil sie jemanden ausgeraubt oder ermordet hatte. Sie kam ins Gefängnis, weil sie sich als 16-Jährige in einen geschiedenen, 7 Jahre älteren Mann verliebt hatte, schwanger wurde und mit ihm ins Ausland flüchtete. Dem Mann war nach der Scheidung ein zweijähriges Eheverbot auferlegt worden. Damals galt in der Schweiz auch das Konkubinatsverbot. Er durfte sich also nicht binden, schon gar nicht mit einer 16-Jährigen. Interpol fahndete nach dem Paar, in Genua griff die Polizei die beiden schliesslich auf. Der Mann kam hinter Gitter, Ursula Biondi wurde von der Vormundschaftsbehörde als «erzieherische Massnahme» in die Strafanstalt Hindelbank gesteckt. Geschlossene Erziehungseinrichtungen für Mädchen, wie sie heute üblich sind, gab es nicht.
Die Zürcherin Biondi blieb ein Jahr lang eingesperrt, gebar in Hindelbank ihren Sohn. Als sie ihre Wehen bekam, mussten die Gefangenen mit Schuhen auf die Zellentüren schlagen, damit die Wärter Hilfe holten. Das Kind wurde Biondi nach der Geburt weggenommen. Sie sah es erst nach langem Hin und Her wieder – und nur, weil sie sich weigerte, ihren Sohn zur Adoption freizugeben.
Das ist nicht weit weg von den Frauen in islamischen Ländern, die nach einer erlittenen Vergewaltigung wegen Unzucht ins Gefängnis gesteckt werden.
Und das Konkubinatsverbot? Das gab es teilweise bis 1995. Manchmal ist mir mein Mutterland ein wenig unheimlich.
Der DNS von T-Online ist kaputt
Was vor Jahren bei VeriSign nicht in Ordnung war, ist heute bei T-Online nicht besser: statt nicht existierende A-Einträge mit einer entsprechenden Fehlermeldung zu quittieren, wird einfach eine eigene IP zurückgegeben:
Name: www.tonnnline.de
Addresses: 62.157.140.133, 80.156.86.78
und dort gibt’s dann passende Werbung:
Ob sie damit schonmal die Umleitung auf die Zensur-Infoseite testen?
Der Opt-Out ist drei Klicks entfernt im Kundencenter.
[via Caschy]
So schmeckt selbst Wahlkampf
Wollte die #FDP mit dem Slogan „Silvana für Europa“ in den Wahlkampf ziehen? Ratet mal, wer schneller war: http://silvana-fuer-europa.de/
[via @caspary]
Panoramas erstellen leicht gemacht
Microsoft Research stellt mit dem Image Composite Editor (ICE) ein kostenloses Tool zur Erstellung von Panorama-Photos zur Verfügung.
Einfacher lässt sich das kaum machen: Einzelbilder reinziehen, Berechnung abwarten, automatisch zuschneiden lassen, fertig. Selbst im Hochformat aufgenommene Bildreihen erkennt es selbständig und fügt sie zusammen, ohne dass die Bilder vorher manuell gedreht werden müssen.
Das Ergebnis ist exzellent und z.B. von den Open-Source Panorama Tools (die ich bisher zusammen mit hugin als Front-End nutze) kaum zu unterscheiden. Einzig bei Bildern mit vielen, sich fortbewegenden Menschen kann ich vereinzelt ein paar Klone erkennen, die bei den Panorama Tools im direkten Vergleich nicht auftraten.
Panoramareihen schieße ich übrigens immer aus der Hand, drehe mich dabei im Stand rechts herum um mich selbst und peile bei jedem Bild einen Punkt an, der im vorherigen Bild etwa in der Mitte der rechten Bildhälfte lag. Damit entsteht eine ausreichende Überlappung und bei Weitwinkelaufnahmen wie der obigen kommt es auf die paar Zentimeter Verschiebung zur Rotationsachse nicht wirklich an.

Welch ein wunderschönes Panoramabild der Stadt Dresden.
Das hört sich nicht schlecht an. Ich probiere das jetzt am Wochenende aus. Mal sehen was daraus wird.