Ein Blog. Kein Ponyhof.

Agentin 00

Die Totes-Holz-Verlage haben offenbar einen Maulwurf bis in den ARD-Vorsitz gebracht:

Das Internet, das zeigt sich hier einmal mehr, verwirrt mit seiner transformativen Wucht viele Vertreter traditioneller Medienhäuser noch immer nachhaltig. Öffentlich-rechtliche Intendanten sind da keine Ausnahme. Bei Monika Piel zeigt sich das auch daran, dass sie die häufig wiederholte, damit aber trotzdem noch immer unsinnige These wiederkäut, im Internet herrsche eine “Kostenloskultur”, das sei ein “Geburtsfehler”, den man “beseitigen” müsse. Das ist schlicht falsch.

Neue ARD-Intendantin: Monika Piel verläuft sich im Internet – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

 

Unter bestimmten Bedingungen wollen Sie öffentlich-rechtliche Inhalte, die für Geräte wie das iPad aufbereitet wurden, nur noch gegen Geld zugänglich machen. Ich habe Neuigkeiten für Sie, Frau Piel: Wir haben diese Inhalte schon bezahlt.

Diese Inhalte gehören uns. Nicht im juristischen Sinne, aber in jedem anderen.

Frau Piel, wir müssen reden « Stefan Niggemeier

Top 10 Youtube Videos of All Time

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  4. Charlie bit my finger – again
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  9. Evolution of Dance
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Aber ehrlich gesagt gehört eigentlich nur #9 auf diese Liste.

Wer schützt die Jugend vor den Jugendschützern?

Aus einer  FAQ zum geänderten Jugendmediendienstestaatsvertrags:

Frage 10: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit bei der Kennzeichnung Fehler zu begehen?

Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) hat ein Experiment durchgeführt, bei dem Nutzer Webinhalte einstufen sollten. Deren Einstufungen wurden anschließend mit der Analyse des  Medienpädagogen Jürgen Ertelt verglichen. Nach eigenen Angaben lagen 80 Prozent der 12.000 Stimmen falsch.

Liegt dann nicht eher der Medienpädagoge völlig daneben?

Marketing-Krampf

heise online – Panasonic sichert sich Exklusivrechte an 3D-Blu-ray “Avatar”:

Marketing-Coup für Panasonic: Wer den Kinohit Avatar auch zuhause in 3D sehen will, muss sich dafür vorerst einen Gerät des japanischen Herstellers kaufen.

OEM-Filme, darauf hat die Welt gewartet. Und dann beklagen sie sich wieder, wenn das Zeug statt dessen aus den Tauschbörsen gesaugt wird.

Warnung

Sogar der Bund Deutscher Kriminalbeamter warnt vor dem neuen Personalausweis:

“Der neue Personalausweis kommt mit einer Lesegeräte-Technik für Online-Geschäfte auf den Markt, bei der Kriminelle mit der Zunge schnalzen”, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Klaus Jansen, der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Er warf der Politik vor, “auf veralteten Elektroschrott zu setzen, um die Anschaffungskosten für die Geräte gering zu halten”.

“Finger weg vom neuen ‘Perso’”: Polizei warnt vor PC-Anwendung – n-tv.de

Bevor man das Ding online einsetzen will, sollte man sich unbedingt eines der Komfort-Lesegeräte mit eigener Tastatur besorgen.

Sechs Anklagen

Haha, New Orleans will seine Überwachungskameras wieder abbauen, weil sie – Überraschung! – nichts bringen. Immerhin kam es in sieben Jahren zu sechs Anklagen.

Drei davon wegen Bestechung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Kameras an die Stadt.

Mayor Mitch Landrieu wants to dump city’s crime cameras

(via schneier.com)

Ball flachhalten

Don Dahlmann über den neuesten Facebook-Aufreger:

“Aber… aber… man kann da auch Mailadressen von Nicht-Mitgliedern sehen, das ist doch skan-da-lös!” Es gibt im Internet Webseiten wie yasni oder 123people, die zeigen sogar die Mailadressen von Leuten an, die gar nicht wissen, dass es yasni oder 123people gibt. Einwohnermeldeämter verscherbeln viel aussagekräftigere Adressdaten sogar gleich en gros.

Für Einwohnermeldeämter ist Frau Aigner aber nicht zuständig.

Deutschland – nichts als Mittelfinger

Wenn jetzt ein Amerikaner seinen Deutschlandurlaub plant und vorher mal bei Google schaut, wie es hier so ist, dann sieht er nichts als Mittelfinger? Schöner Eindruck …

Die SZ mit gefaktem Streetview-Auto auf dem Weg durch Deutschland: Bitte alle mal herschauen!

I heart Fefe

für solche Formulierungen

Achtung, hinsetzen. Was jetzt kommt, das ist so dermaßen unsäglich hirnleersaugend knochenmarkkristallisierend dämlich, das muß man im Sitzen lesen, sonst gibt es Unfälle. Ich kann das auch gar nicht würdig kommentieren. Das ist so abwegig, so vollständig jenseits jeglicher Vorstellbarkeit, da kann nur jemand von der CDU drauf kommen.

Fefe über einen wirklich absurden Plan.

 

Oh, those Germans

Before I went to Berlin I asked why the Germans are so bonkers about Google and privacy. But now I wonder whether it’s the Germans or their media and politicians.

Witness that moment: Here a public official charged with representing and protecting the public so cavalierly—no, so hostilely—dismisses and insults his own constituents and thinks he should tell them what to do. I ask him what harm Google has done him. He has no answer. He complains that “Google uses information to manipulate me.” Any more than any marketer … or politician?

Oh, those Germans « BuzzMachine.

Teilen ist gut

Unabhängig von allen Fronten handeln die Konsumenten immerhin konsequent: Sie teilen ihre illegal kopierten Spielfilme genauso wie ihre legal veröffentlichen Daten. Und das mit Begeisterung. Die Konsumenten nehmen und geben, und beides, ohne dass für sie Geld im Spiel ist. Im einen Fall verlieren Konzerne wie Time Warner viel Geld. Im anderen Fall verdienen Konzerne wie Facebook und Google umso mehr davon.

Urheberrechte: “Wir haben als Kind gelernt, Teilen ist gut” | Digital | ZEIT ONLINE.

Google Street View: Widerspruch gegen den Widerspruch

Deshalb widerspreche ich hiermit einem eventuellen Widerspruch der Speicherung und Veröffentlichung von Abbildungen des von mir bewohnten Hauses durch den Internetdienst Google Street View. Ich möchte, dass meine Hausfassade als Teil der Digitalen Öffentlichkeit voll streetviewbar ist.

Google Street View-Widerspruch-Widerspruch | saschalobo.com.

Dieser Internetdings

Da isser!
Sehen Sie mal, da steht er!
Das ist ja frech!
Was macht der da?
Das sehen Sie doch, der fotografiert das Haus!
Ach, das ist der – dieser Internetdings, dieser –
Google!
Wir sind doch gar nicht gefragt worden, nachher kommt das ins Internet.

Astrid Paprotta | Der Mann mit der Kamera. Großartig.

Fakten und die Politik

SpOn hat Köhntopp gelesen:

So etwas schreibt ein Informatiker an einem halben Tag. Politiker haben wissenschaftliche Mitarbeiter, die sich tage- und wochenlang mit solchen Fragen beschäftigen könnten. Und doch fällt Amtsträgern von der CSU-Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner bis zum grünen Justizsenator Hamburgs Till Steffen seit Monaten zum Thema Datenschutz und Internet nichts anderes ein, als immer wieder zu betonen, wie gefährlich die Unternehmen Google und Facebook sind.

Fakten und rationale Meinungen passen nunmal nicht in die Politik.

Mir wird übel

Zwei Kracherzitate des deutschen Innenministers de Maizière:

Staatliche Kontrolle könne das Vertrauen der Bürger in sichere Online-Kommunikation stärken.

Ja, klar.

Es sei ein Phänomen, dass die Adressvergabe überhaupt funktioniere, obwohl sie nur von Privatleuten verabredet sei.

Eine bemerkenswerte Meinung von Nichtpolitikern hat der Gute.